Kunst geht fremd… und ist verspielt!

So viele Museen wie noch nie, nämlich 18 unterfränkische Häuser mit unterschiedlichen Konzepten und Schwerpunkten tauschen zum elften Mal ihre Kunst. 18 Ausstellungsstücke präsentieren sich in einem neuen, regionalen Umfeld, in fremder Atmosphäre und verändertem Kontext.In unserer diesjährigen Aktion „Kunst geht fremd“ sind wir ganz verspielt!

Einen Rückblick gibt es auf der neuen Homepage www.kunst-geht-fremd.de und auch die Begleitveranstaltungen werden dort veröffentlicht, sofern sie in Zeiten von Corona stattfinden können.

Wir laden Sie dazu ein, Kunst in anderen, fremden Zusammenhängen zu sehen, neue Museen zu entdecken und auf diese Weise einmal ganz Unterfranken in voller Farbenpracht zu erfahren. Das können Sie auch bei den begleitenden Veranstaltungen tun.

In Miltenberg zu Gast ist dieses Jahr im Rittersaal der Mildenburg ein Schachtisch des Fluxus-Künstlers Richard Mühlemeier (1948-1982) aus der Kunsthalle Schweinfurt. Der in der Mitte der 1970er Jahre entstandene Tisch zählt zu den Hauptwerken des Künstlers. Viele seine Plastiken sind durch Gesellschaftsspiele inspiriert. Die Figuren sind aus Bronze und Aluminium und sind gänzich anders gestaltet als im klassischen Schachspiel. Mit jedem Zug wird der Raum neu geformt, der Spieler wird selbst zum Künstler.

Auf der Mildenburg scheint der Spieltisch an höfische Traditionen anzuknüpfen; das Schachspiel zählte im Mittelalter zum Tugendkanon der Edlen. Tatsächlich ist der der Rittersaal eine Frucht des frühen 20. Jahrhunderts und selbst nur ein verspielter Ausdruck der Sehnsucht nach solch vergangenen Wertvorstellungen.