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Miltenberg

Miltenberg glänzt nicht nur mit einer mittelalterlichen Altstadt voller Fachwerkbauten, romantischer Gassen und versteckter Winkel. Es hat mit seiner lebendigen Stadtkultur auch ganz schön junges Mittelalter zu bieten.

Miltenberg – Ganz schön junges Mittelalter

Miltenberg glänzt nicht nur mit einer mittelalterlichen Altstadt voller Fachwerkbauten, romantischer Gassen und versteckter Winkel. Es hat mit seiner lebendigen Stadtkultur auch ganz schön junges Mittelalter zu bieten.

Entdecken Sie außer Deutschlands ältester Fürstenherberge, dem „Gasthaus zum Riesen“, auch das bekannte Schnatterloch. Dieses Ensemble von Marktbrunnen und Fachwerkhäusern ist ein Glanzstück romantischer historischer Stadtkulisse. Es zählt zu den am häufigsten fotografierten touristischen Orten ganz Deutschlands

Das Leben im Laufe der Jahrhunderte sowie Heimat, Kunst und Geschichte wird Ihnen eindrucksvoll präsentiert im preisgekrönten Museum Stadt Miltenberg, das als eines der schönsten Museen Bayerns gilt. Einen spannungsreichen Dialog zwischen Ikonen und moderner Kunst in historischen Burgmauern der Mildenburg zeigt das Museum Burg Miltenberg hoch über den Dächern der Stadt.

Es empfiehlt sich, von Miltenberg aus den Odenwald und Spessart zu entdecken und die vielen Aktivitäten zu starten. Ob Golfen auf den herrlichen Plätzen rund um Miltenberg, Einkaufsbummel, Wandern, Radfahren, Mountainbike-Touren, Schwimmen, Tennis, Reiten, Museums– und Winzerbesuche – alles ist möglich!

Das ganze Jahr über können Sie aus vielen kulturellen Veranstaltungen wählen, egal ob Stadtführungen, Kabarett-, Konzert-, Theater- und Kleinkunst-Programme, Ausstellungen, Lesungen oder Vorträge – in unserem online Veranstaltungskalender finden Sie, wonach Ihnen der Sinn steht. Regionale Feste wie das MainFest, die Michaelismesse, der Miltenberger Weinherbst oder der Miltenberger Weihnachtsmarkt runden das Freizeitangebot ab. 

Miltenberg und seine Stadtteile

Sie möchten sich einfach nur erholen? Entspannen, Ruhe genießen, abschalten?

 Dann sind Sie in unseren Höhenorten genau richtig. Idyllisch liegen sie im Odenwald, nur wenige Kilometer von Miltenberg entfernt.

Mainbullau

Fallschirmspringer, Segelflieger und Wanderer sind in Mainbullau bestens aufgehoben. Unweit der Straße nach Mainbullau können Sie die Heunesäulen entdecken.

Wenschdorf & Monbrunn

Wenschdorf und Monbrunn liegen südlich von Miltenberg auf den Höhen des Odenwaldes. Ideal als Ausgangspunkt für Wanderungen auf der Höhe.

Schippach & Berndiel

Schippach und Berndiel sind vielleicht die ruhigsten unserer Stadtteile mit vielen Einzelhöfen.

Breitendiel

Breitendiel ist der einzige Miltenberger Stadtteil, der nicht auf den Höhen des Odenwalds liegt. Breitendiel liegt im Mudtal, einem Seitental des Mains, direkt am Radweg nach Amorbach.

Sehenswürdigkeiten

Schwarzviertel

Nr. auf dem Plänchen: 8 (Miltenberg)
Das Schwarzviertel, der älteste Teil Miltenbergs mit vielen schönen Fachwerkhäusern, ist der Bereich zwischen „Schwertfeger Tor“ und Marktplatz. Der Greinberg wirft seinen Schatten über das Schwarzviertel, so dass in den Wintermonaten die Sonne kaum bis auf den Boden kommt – daher der Name. Das älteste noch erhaltene Fachwerkhaus Miltenbergs befindet sich allerdings in der Fußgängerzone, Hauptstraße 136, und ist um 1339 gebaut worden. Es ist fälschlicherweise mit Baujahr 1333 beschriftet.

Mikwe

Nr. auf dem Plänchen: 9 (Miltenberg)

Die Mikwe (rituelles Bad) in der Löwengasse liegt mitten im Schwarzviertel. Sie diente den rituellen Waschungen der Juden zu bestimmten Anlässen und wurde bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts genutzt. Das viergeschossige Fachwerkhaus ist in Privatbesitz und wurde 2003 renoviert.

Altes Bannhaus

Nr. auf dem Plänchen: 10 (Miltenberg)
Das Alte Bannhaus diente vom 13. Jahrhundert bis 1780 als Mainzisches Zollgebäude. Im Hof befinden sich Reste der ältesten Stadtmauer von Miltenberg. Belagerungsgeschosse, sogenannte Blidensteine, befinden sich als Schmuck in der Stützmauer.
Im 19. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude als städtisches Gefängnis geführt.

Ehemaliges Oberamt

Nr. auf dem Plänchen: 11 (Miltenberg)
Das ehemalige Oberamt war ursprünglich ein adeliger Hof und geht in seiner heutigen Form auf die Familie der Herren von Fechenbach um 1679 zurück. Ab 1730 Mainzisches Oberamt, dann Amtsgebäude bis 1964 mit unterschiedlichen Bezeichnungen. Als westlicher Abschluss des ersten Mauerrings stand hier der Stumpfturm, der nach einer „Wach- und Feuerverordnung“ ständig mit zwei Mann besetzt war.

Alte Synagoge

Nr. auf dem Plänchen: 12 (Miltenberg)
Die Alte Synagoge wurde um 1290 errichtet und gehört zu den ältesten, im originalen Mauerwerk erhaltenen jüdischen Sakralbauten Europas. Von der Innenausstattung ist nur der Thoraschreingiebel erhalten, er befindet sich heute im Museum Stadt Miltenberg. Für Besucher ist die Synagoge, die um 1877 von der jüdischen Gemeinde an eine Brauerei verkauft worden war, derzeit leider nicht zugänglich.

Tipp: Eine hochwertige Sammlung an Judaica finden Sie im Museum Stadt Miltenberg

Stadtpfarrkirche St. Jakobus

Nr. auf dem Plänchen: 13 (Miltenberg)
Die St. Jakobus-Kirche besteht bereits seit der Frühzeit Miltenbergs im 13. Jahrhundert, wurde aber oft umgebaut und erweitert. Die letzte grundlegende Innenrenovierung mit Neugestaltung des Kirchenraumes wurde 2004 abgeschlossen. Noch erhalten sind z.B. die Säulen des Mittelschiffs aus dem 14. Jahrhundert, die Dreikönigsgruppe aus der Zeit um 1400, das Backoffen-Kreuz um 1500 und der Altaraufsatz aus Alabaster von 1624 sowie die Kanzel von Zacharias Juncker von 1635.

Das Gnadenbild aus der 1825 abgetragenen Wallfahrtskapelle „Maria uff den Staffeln“ steht in einer eigenen Seitenkapelle. Die klassizistischen Türme von 1830 prägen bis heute das Stadtbild entscheidend mit.

Tipp: Detaillierter Kirchenführer für 3,50 € inkl. Laurentiuskapelle und Franziskanerkloster auch als App für Ihr iPhone verfügbar.

Staffelbrunserbrunnen

Nr. auf dem Plänchen: 14 (Miltenberg)
Viele Städte und Gemeinden haben Spott- und Spitznamen, die heutzutage vor allem im Fasching verwendet werden. Die Miltenberger sind die „Staffelbrunser“ und diesem Spitznamen wird mit dem „Staffelbrunserbrunnen“ gedacht. Auch wenn sich um die Herkunft dieses Spitznamens verschiedene Legenden ranken, ist die plausibelste Erklärung, dass diejenigen, die in früherer Zeit ihr Wasser am Staffelbrunnen (Nr. 22) holten, als „Staffelbrunnler“ bezeichnet wurden. 

Irgendwann wurde diese Bezeichnung auf alle Miltenberger ausgeweitet und zum „Staffelbrunser“ verballhornt. – „Brunsen“ ist das hiesige Wort für „urinieren“. Erstellt wurde der Brunnen von dem Aschaffenburger Bildhauer Helmut Kunkel im Auftrag des Fremdenverkehrsvereins Miltenberg, kurz bevor dieser sich mit der MCity zum „MCity Gewerbe und Tourismus Miltenberg e.V.“ zusammengeschlossen hat. Die Figuren stellen unterschiedliche Charaktere dar: der „Glee“ („Kleine“), der „Gross“ (Große) und der „Angeber“.

Marktplatz mit Marktbrunnen und „Schnatterloch“

Nr. auf dem Plänchen: 15 (Miltenberg)
Das Herzstück der Stadt ist zweifellos der Marktplatz mit dem Marktbrunnen. Mehrere prächtige Fachwerkhäuser, der Schnatterlochturm, der Renaissancetorbogen am Aufgang zur Burg und der Renaissance-Brunnen (1583) von Michael Juncker (s. Bürgstadt Nr. 9) bilden das stimmige Ensemble, das sich wohl zu den meistfotografierten Ansichten Deutschlands zählen darf.

Besonders auffällig ist das Haus Clausius („Hotel Schmuckkästchen“) mit seinem Erker, welches auch Gackstättisches Haus oder Centgrafenhaus genannt wird, da im Dreißigjährigen Krieg der Bürgstadter Centgraf Leonhard Gackstatt (s. Bürgstadt Nr. 15) der Eigentümer war.
Die wohl schönsten Häuser wurden im 16. und beginnenden 17. Jahrhundert erbaut und präsentieren sich heute noch voller Stolz. Auch aus der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg sind noch viele Fachwerkhäuser erhalten und vervollständigen das Ensemble.

Museum Burg Miltenberg und Mildenburg

Nr. auf dem Plänchen: 16 (Miltenberg)

Die Mildenburg wurde um 1150 im Auftrag des staufischen Königs Konrad III. errichtet. Aus dieser frühen Zeit stammen Bergfried und Ringmauer.

Um 1200 ging die Burg in den Besitz des Mainzer Erzbischofs über und diente fortan als Verwaltungssitz des mainzischen Amtsmannes. An ihrem Fuße entstand die rasch wachsende Siedlung Miltenberg.

Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Burg im 16. Jahrhundert, als sie nach Zerstörungen im Markgräflerkrieg (1552) und folgendem Wiederaufbau ihren Treppenturm erhielt. Um 1730 zog der Amtmann in die Stadt und das Gebäude verfiel zusehends. Im 19. und 20. Jahrhundert wechselte die Burg mehrfach die Besitzer, welche die Anlage in Teilen ergänzten und modernisierten.

1979 erwarb die Stadt Miltenberg das mittlerweile stark sanierungsbedürftige Gebäude. Nach umfangreichen Baumaßnahmen ist die Mildenburg seit 2011 wieder öffentlich zugänglich.

Vom Bergfried aus bietet sich eine herrliche Aussicht über das Maintal und die Stadt.

Seit dem Ende der umfangreichen Sanierung  2011 werden im Museum Burg Miltenberg nun alte Ikonen (17. bis 19. Jahrhundert, russischer und griechischer Provenienz) und zeitgenössische Kunst präsentiert, die miteinander in einen spannenden Dialog treten. Die Werke des 20. und 21. Jahrhunderts stammen u.a. von Künstlern wie Barlach, Beuys, Fräger, Lange, Lehnen, Morgner, Pechstein, Polke, Stötzer, Stoltz, Triegel und Willikens. Wie der Blick aus der Burg weit über die vom Main geprägte Landschaft reicht, so laden die Kunstwerke zu einem Ausblick über die Grenzen des Lebens und der Welt ein. Die spirituellen Intentionen der Künstler zur Grenzüberschreitung werden damit zur Anregung für den Besucher, den eigenen Blick zu weiten und die besondere Dimension dieses Museums zu erfahren.

Öffnungszeiten:
16. März bis 30. September
Dienstag bis Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr
1. Oktober bis 1. November 
Dienstag bis Donnerstag 11:00 – 13:00 Uhr
Freitag 11:00 – 15:30 Uhr
Samstag und Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr
2. November bis 15. März Winterpause

Museum Burg Miltenberg
63897 Miltenberg
Tel. 09371-668504

info@museen-miltenberg.de
www.museum-miltenberg.de

Führungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich und Gruppen können gerne einen Museumsworkshop buchen.

Tipp: Burglandschaft
Zahlreiche Burgen, Schlösser und Ruinen, aber auch Wehrkirchen, Ringwälle und ummauerte Fachwerkstädtchen im Main4Eck rund um Miltenberg warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.

Museum Stadt Miltenberg

Nr. auf dem Plänchen: 18 (Miltenberg)
Das Haupthaus wurde 1541 vom mainzischen Amtmann Bernhard von Hardheim auf den Fundamenten eines älteren Gebäudes erbaut und war ab 1625 Sitz der mainzischen Amtskellerei. Ebenfalls zum Museum gehören die angrenzende ehemalige Lateinschule sowie ein Garten, der im Stil der Renaissance angelegt wurde und einen herrlichen Ausblick über die Stadt bietet. Das Museum beherbergt eine reiche, überregional bedeutsame Sammlung mit vielen Kostbarkeiten.

Die Besucher werden auf dem Rundgang immer wieder auf architektonische Besonderheiten der Museumsgebäude hingewiesen. Regelmäßig finden Sonderausstellungen und Veranstaltungen statt.

Ausgezeichnet mit dem Bayerischen Museumspreis sowie dem Förderpreis der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken ist ein Besuch mehr als lohnenswert.

Öffnungszeiten:
16. März bis 30. September
Dienstag bis Sonntag 10:00-17:00 Uhr
1. Oktober bis 1. November
Dienstag bis Donnerstag 10:00 – 17:00 Uhr
Freitag bis Sonntag 10:00 – 14:00 Uhr
2. November bis 14. Januar
Mittwoch bis Sonntag 11:00-16:00 Uhr
15. Januar bis 15. März Winterpause

Museum Stadt Miltenberg
Hauptstraße 169 – 175
63897 Miltenberg
Tel. 09371-668504 

info@museen-miltenberg.de
www.museum-miltenberg.de

Führungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich und Gruppen können gerne einen Museumsworkshop buchen. 

Komponist Joseph Martin Kraus und das Barockhaus am Marktplatz

Nr. auf dem Plänchen: 19 (Miltenberg)
In dem von Baumeister Johann Martin Schmidt als Privathaus 1750 mit rotem Sandstein erbauten Haus am Marktplatz wurde 1756 sein Enkel, der Komponist und königlich-schwedische Hofkapellmeister Joseph Martin Kraus geboren, der auch „Odenwälder Mozart“ genannt wird. Kraus wuchs in Amorbach, Osterburken und Buchen auf und konnte schon früh eine umfassende Ausbildung genießen. 

Trotz seiner Liebe zur Musik studierte er zunächst Rechtswissenschaft und ging 1778 nach Stockholm. Zu diesem Zeitpunkt litt Kraus bereits unter seiner labilen Gesundheit. Bis er nach der Aufführung seiner Oper „Proserpin“ von Gustav III. zum Kapellmeister ernannt wurde, verbrachte Kraus einige Jahre teilweise in bitterster Armut. Er verstarb 1792 auf dem Höhepunkt seines Wirkens und wurde auf der Halbinsel Tivoli im Norden Stockholms beigesetzt. Sein Grabstein trägt die Aufschrift „Hier ruht das Irdische von Kraus – das Himmlische lebt in seinen Tönen“. Sein umfangreiches Werk umfasst u.a. zahlreiche Opern, Bühnen- und Ballettmusiken, Arien, Lieder und Kantaten, Sinfonien und kammermusikalische Stücke. Das Denkmal vor dem Haus wurde 2006 zu Kraus‘ 250. Geburtstag vom Fremdenverkehrsverein Miltenberg gestiftet.

Tipp: Eine kleine Auswahl der Werke von Kraus kann auf CD im Museum Stadt Miltenberg oder in der Tourist Information am Engelplatz erworben werden. 

Neue Synagoge

Nr. auf dem Plänchen: bisher keine (Miltenberg)
Miltenberg verfügte vermutlich von Anfang an über eine jüdische Gemeinde, die bereits Ende des 13. Jahrhunderts die erste Synagoge von Miltenberg erbaute. Nach einer langen, wechselvollen Geschichte wurde das inzwischen baufällig gewordene Gotteshaus 1877 an die benachbarte Kalt-Loch-Brauerei verkauft, die es instand setzte, umbaute und als Gärkeller nutzte.

Dank deutschlandweiter Kollekten und einiger sehr großzügiger Spenden, teilweise von aus Miltenberg stammenden Juden, die im Ausland zu Wohlstand gekommen waren (hier ist, allen voran, Wilhelm Klingenstein zu nennen), konnte im April 1903 der damalige Stadtbaumeister Ludwig Frosch mit der Anfertigung der Pläne beauftragt werden. Ende August 1904 wurde die Synagoge eingeweiht, „eine Feier, welche nicht nur von den Israeliten, sondern von der ganzen Stadt in ungeheuchelter Freude begangen wurde“, wie der Bürgermeister und Chronist Schirmer schreibt.

1938 wurde durch die Nationalsozialisten vor allem der östliche Teil der Synagoge mit den Sakralräumen zerstört. Das Gebäude wurde im Anschluss als reines Wohnhaus wiederaufgebaut. Heute erinnern nur noch einzelne, kleine Elemente denjenigen, der um die Geschichte des Hauses weiß, an das frühere Aussehen (Rundbögen aus Werkstein und eine leere Plakette über der Tür, vor allem aber der Grundstein).

Aufgrund der Zerstörung im Dritten Reich sind wir, was das ursprüngliche Aussehen der Synagoge angeht, auf alte Fotos angewiesen. In der Denkmalliste ist die Beschreibung der „Neuen Synagoge“ (Denkmal Nr. D-6-76-139-293) relativ kurz gehalten: „Ehem. Synagoge, zweigeschossiger Sandsteinquaderbau mit Mansardwalmdach und überhöhtem Mittelrisalit mit flachem Pyramidendach, historistisch, 1904 (überkuppelter Sakralraum bis auf den Kellersockel 1938 zerstört und für Wohnzwecke umgebaut).“

Altes Rathaus

Nr. auf dem Plänchen: 20 (Miltenberg)
Das Alte Rathaus wurde 1379 erstmals als Stadtwaage erwähnt. Es war außerdem Tanz- und Ratssaal (heutiger Bürgersaal) sowie Kauf- und Lagerhaus (Erdgeschoss), in dem die durchreisenden Kaufleute ihre Waren zum Verkauf anbieten mussten. In den Jahren 1979-1983 wurde das Gebäude saniert und steht heute für Veranstaltungen aller Art zur Verfügung. Die Markierungen an der Außenfassade zeugen bis heute von früheren Hochwasserständen.

Staffelbrunnen

Nr. auf dem Plänchen: 21 (Miltenberg)
Bis 1897 erfolgte die Wasserversorgung in der Stadt über mehrere Brunnen. Der um 1600 erbaute Staffelbrunnen wurde im Zuge der Einrichtung der Fußgängerzone 1985 neu freigelegt. Der Name kommt vom zweiläufigen Auf- bzw. Abgang: den Staffeln = Stufen.

Apothekenmuseum

Nr. auf dem Plänchen: 22 (Miltenberg)

Im Jahr 1514 wurde in Miltenberg die erste Apotheke der Region, die damals zum Kurfürstentum Mainz gehörte, gegründet. Selbst Aschaffenburg hatte noch keine, was auf die Bedeutung Miltenbergs hinweist.

Im frühen 18. Jahrhundert wurde das Gebäude erneuert und im Stil des Barocks umgebaut.

Nach über 500 Jahren wurde die Apotheke im Jahr 2016 geschlossen. Ab/Seit Frühjahr 2021 befindet sich in den historischen Räumen ein privates Apothekenmuseum, in dem die Geschichte des Apotheken- und Medizinwesens seit dem 16. Jahrhundert anschaulich dargestellt wird. Hinter diesem Apothekengebäude kann man in der Fischergasse noch den alten Arzneikräutergarten besichtigen.

Apothekenmuseum Miltenberg
Hauptstraße 116
63897 Miltenberg

info@apothekenmuseum-miltenberg.de 
www.apothekenmuseum-miltenberg.de

Gasthaus „Zum Riesen“

Nr. auf dem Plänchen: 23 (Miltenberg)
Das Gasthaus „Zum Riesen“ wurde 1411 erstmals urkundlich erwähnt, der heutige Bau steht seit dem Jahre 1590. Er nennt sich ältestes Gasthaus und ist auch stolze älteste Fürstenherberge Deutschlands. Nachdem er nicht allein vom Adel leben konnte, lädt der Wirt in der Hausinschrift auch Bürger und Bauern als Gäste ein.

Tipp: Vom Brauhaus Faust wird eigens ein Bier nur für den Ausschank im Riesen gebraut. Das Riesen-Spezial kann bei einer Bierprobe vor Ort verkostet werden.

Stadtmauer und Zauberhäuschen

Nr. auf dem Plänchen: 24 (Miltenberg)
Entlang der östlichen Außenseite der alten Stadtmauer befinden sich die Überreste der alten »Zauberhäuschen«, in denen früher vermeintliche „Hexen“ festgehalten wurden. Bis ins Jahr 1630 wurden Hexenprozesse durchgeführt.

Alter jüdischer Friedhof

Nr. auf dem Plänchen: 25 (Miltenberg)
Der Alte Jüdische Friedhof liegt zwischen Stadtmauer und Burgweg oberhalb des ehemaligen Stadtgrabens und erinnert an die jüdischen Mitbürger, die einst ein reges kulturelles und wirtschaftliches Leben in der Stadt entfalteten.
Der Verein „Jüdisches Leben in Unterfranken – Biografische Datenbank e.V.“ hat nicht nur die Biografien der Juden zusammengestellt, die Opfer der Shoa geworden sind, sondern auch eine Liste derer, die auf dem Alten Jüdischen Friedhof in Miltenberg beerdigt wurden – soweit die Inschriften noch lesbar sind bzw. waren.

Tipp: In der Tourist Information ist für 2,50 € ein kleines Heft „Jüdisches Miltenberg“ erhältlich.